Verleihung des Gelben Engels
Der ADAC-Autopreis wurde auch in der Vergangenheit manipuliert.
 

ADAC-Skandal: Manipulationen schon seit Jahren

Fehlerhaft waren demnach die Preisverleihungen in den Jahren 2009 bis 2013. Für frühere Jahre war eine Prüfung laut ADAC nicht mehr möglich, weil dazu nicht mehr ausreichende Daten vorhanden sind.

17.02.2014 APA

Der Manipulationssumpf des ADAC wird immer tiefer. Wie der Automobilclub am Montag mitteilte, wurde der Autopreis „Gelber Engel“ schon seit Jahren manipuliert. Sowohl die Reihenfolge der platzierten Modelle, als auch die Anzahl der abgegebenen Stimmen seien fehlerhaft gewesen.

Externe Prüfer kamen zu diesem Ergebnis

Durch diese bewussten Veränderungen sei bei dem Preis eine größere Markenvielfalt erreicht worden, zitiert der ADAC aus dem Bericht der externen Prüfer von Deloitte.

Manipulationen in den Jahren 2009 bis 2013

Fehlerhaft waren demnach die Preisverleihungen in den Jahren 2009 bis 2013. Für frühere Jahre war eine Prüfung laut ADAC nicht mehr möglich, weil dazu nicht mehr ausreichende Daten vorhanden sind.

Manipulationen seit Jahren

„Die Ergebnisse lassen vermuten, dass einzelne Personen offenbar bereits seit Jahren bei der Preisverleihung die Hersteller und die Öffentlichkeit systematisch getäuscht haben“, sagte ADAC-Geschäftsführer Karl Obermair. Vergangene Woche hatten die Prüfer bereits Manipulationen bei der diesjährigen Wahl bestätigt. Weitere Kategorien des „Gelben Engels“ sind noch auf dem Prüfstand.

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  • Ravenbird

    Man kann das natürlich nicht 1:1 auf den ÖAMTC umlegen, das wäre unfair.
    Tatsache ist jedoch, daß sich unser einheimischer Club schon lange vom Autofahrer weg und hin zu den Lobbyisten entwickelt hat.
    Ein echter Autofahrerclub hätte längst schon zu Protestmaßnahmen aufgerufen, diese organisiert und angemeldet. Wir haben genug Menschen in diesem Land, die dank der inferioren Politik keine Arbeit mehr und daher „Tagesfreizeit“ haben.
    Allerdings wäre dann schnell der Geldhahn für diese Pfründner zugedreht.
    Mir wären regionale Hilfseinrichtungen lieber. Autowerkstätten könnten billiger, besser und schneller helfen und so noch dazu Kunden gewinnen, wenn sie sich einen Angestellten leisten, der Hilfsbedürftige Autofahrer betreuen kann.
    Wenn man diese regionalen Systeme untereinander koppelt, hätte man österreichweit Hilfe ohne Angst haben zu müssen, daß ein überbordendes System aus dem Ruder läuft.

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