Der Volvo 245 aus dem Jahr 1975
Der Volvo 245 aus dem Jahr 1975
 

40 Jahre Volvo 240

Die Volvo Modellreihe 240 feiert Geburtstag. Seit 40 Jahren sorgen die Schweden für konservative Sicherheit auf den Straßen.

16.02.2014 Press Inform

Für Autofahrer, die auf Sicherheit bedacht sind, ist das Jahr 1974 ein ganz besonderes, wurde hier doch die Markteinführung des Volvo 240 gefeiert. Vor genau 40 Jahren rollte mit der 240er-Baureihe eines der sichersten Automobile der damaligen Zeit zum ersten Mal vom Montageband. Sowohl die zwei- und viertürige Limousine als auch der Kombi kommen im gleichen Jahr als Nachfolger des 140er auf die Straße.

Der Volvo 244 aus dem Jahr 1975

Der Volvo 244 GL aus dem Jahr 1975

Viertürige Limousine

Dem Namenverzeichnis des Hauses Volvo folgend heißen sie 242, 244 und 245. Die Zahl spiegelt die Zugehörigkeit zur 200er-Baureihe, die Anzahl der Zylinder und der Türen. Der 244 ist demnach eine viertürige Limousine mit einem Vierzylindermotor. Diese Karosserieversion wird zusammen mit der Kombi-Version 245 zwischen 1974 und 1993 gebaut.

Der Volvo 242 Tourenwagen der Gruppe A

Der Volvo 242 Tourenwagen der Gruppe A

Zweitürige Limousine

Die zweitürige Limousine 242 wird von 1974 bis 1984 produziert. Hinzu kommt zwischen 1974 und 1982 eine prestigeträchtige Sechszylinder-Version, der 264. Auf vereinzelten Märkten wird auch ein 262 von 1975 bis 1977 angeboten. Ebenfalls mit sechs Zylindern ausgestattet ist der Kombi 265 von 1975 bis 1985 erhältlich. Zum Modelljahr 1983 ändert sich jedoch diese Namensgebung. Die Vierzylinder-Modelle heißen ab sofort Volvo 240, der Volvo 265 schlicht Volvo 260.

Der Volvo 244 aus dem Jahr 1977

Der Volvo 244 aus dem Jahr 1977

Volvo Experimental Safety Car

Doch zurück zu den Vierzylinder-Volvos: Der 240er ist eine konsequente Weiterentwicklung des 140er. Inspiriert vom Volvo Experimental Safety Car, kurz VESC, das mit Energie absorbierenden Stoßfängern und einem Seitenaufprallschutz schon die Zukunft Volvos aufzeigt, verlässt im August 1974 das erste Exemplar die Produktionshallen.

Der Volvo 244 GL aus dem Jahr 1981

Der Volvo 244 GL aus dem Jahr 1981

Unverwechselbares Unterkiefer

Die großen Stoßfänger verleihen dem 240er seinen unverwechselbaren Unterkiefer, der zum einen große Vorteile in puncto Sicherheit bietet. Zum anderen wirkt er äußerst langweilig, kantig und konservativ. Daran ändern auch die beiden Facelifts in den Jahren 1981 und 1986 nichts mehr.

Der Volvo 245 aus dem Jahr 1975

Der Volvo 245 aus dem Jahr 1975

Entweder, oder

Und wenn schon der Spagat zwischen gutem Aussehen und hoher Sicherheit nicht so recht gelingen will, dann muss das Fahrzeug eben durch noch mehr Sicherheitsausstattungen überzeugen, werden sich die schwedischen Ingenieure gedacht haben und verbauen gleich eine neue Lenksäule mit mehreren Sollbruchstellen und einen Tank, der an geschützter Stelle vor der Hinterachse platziert ist. Zugleich bekommt die neue Modellreihe ein Fahrwerk mit McPherson-Federbeinen und Vierzylinder-Motoren mit obenliegender Nockenwelle. Zu Anfang bleibt noch der 82 PS starke B20-Vierzylinder für Einstiegsversionen im Angebot.

Der Volvo 245 als Bestattungsfahrzeug

Der Volvo 245 als Bestattungsfahrzeug

Innovation beim Umweltschutz

Neben den Sicherheitsvorteilen, die solch ein Volvo 240 mit sich bringt, macht er auch durch Innovationen im Bereich des Umweltschutzes auf sich aufmerksam. Denn der 240er ist das erste Automobil, das mit einer Lambdasonde auf den Markt kommt. Die zur Abgasreinigung durch Steuerung des Kraftstoff-Luft-Gemisches eingesetzte Sonde sorgt in Verbindung mit dem Katalysator dafür, dass mehr als 90 Prozent der schädlichen Emissionen eliminiert werden.

Der Volvo 245 aus dem Jahr 1989

Der Volvo 245 aus dem Jahr 1989

Erster Diesel der Unternehmensgeschichte

Und noch eine Premiere macht diese Volvo-Baureihe unvergessen: Im Jahr 1979 wird der Volvo 244 D6 der erste Diesel-Pkw in der Unternehmensgeschichte von Volvo. Den langweiligen Beigeschmack verliert der 240er letztendlich durch den Gewinn der Europäischen Tourenwagenmeisterschaft 1985. Der Volvo 242 der beiden Fahrer Thomas Lindström und Gianfranco Brancatelli leistet 330 PS und ist bis zu 260 Kilometer pro Stunde schnell.

Der Volvo 245 Transfer aus dem Jahr 1979

Der Volvo 245 Transfer aus dem Jahr 1979

Ansehnliche Verkaufszahlen

Insgesamt werden bis zum 5. Mai 1993 von der 240-Serie 2.685.171 Einheiten verkauft. Davon fallen auf die viertürige Limousine 244 1.483.399 Exemplare, auf die Kombi-Version 245 959.151 Exemplare und auf die zweitürige Limousine 242 242.621 Exemplare. Von den Sechszylinder-Volvos der 260er Serie werden insgesamt 177.402 Fahrzeuge verkauft.

Der Volvo 244 aus dem Jahr 1980

Der Volvo 244 GL aus dem Jahr 1980

Letzter Volvo 240

Der allerletzte Volvo 240 ist eine verkürzte Kombi-Version, die als Dankeschön für die Leistung der gesamten 240er-Mannschaft produziert wird. Der letzte offiziell verkaufte 240er wird unter dem Motto „Der letzte 240 und der beste“ von Volvo-Chef Pehr Gyllenhammar an seine schwedische Besitzerin ausgeliefert. Allein in Deutschland sind laut des Kraftfahrt-Bundesamtes Ende 2012 noch 4.228 Volvo 240 zugelassen, wovon mit 381 Exemplaren genau neun Prozent der Dieselfraktion angehören.

Alle Bilder zum 40. Geburtstag gibt es in der Galerie.

Vielen Dank an die Kollegen von press-inform.com

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  • Hans M. Pullmann

    Sie schreiben „Die Vierzylinder-Modelle heißen ab sofort Volvo 240, der Volvo 265 schlicht Volvo 260.“
    Dabei stimmt nur der erste Teil des Satzes, aber einen Volvo mit der offiziellen Typbezeichnung 260 gab es nicht. (Andernfalls wäre ich über einen Link zu einem solchen Wagen dankbar)

  • OLI

    In meiner Kindheit war das unser Auto, da mein Vater einen Volvo dieser Bauart als Firmenauto besaß. Sitze umgeklappt, eine Matratze hinten hineingelegt und so fuhren meine Eltern mit uns in den Urlaub. Undenkbar heute, aber damals war das noch möglich. Die 100Ps und die Dreigangautomatik, in welcher schätzungsweise 95Ps verloren gingen, sorgten dafür, dass man eh nicht schnell fuhr. Ein tolles Auto.

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