Kerzen nach dem Schulbusunfall in Schwand. © MANFRED FESL / APA / picturedesk.com
Kerzen nach dem Schulbusunfall in Schwand. © MANFRED FESL / APA / picturedesk.com
 

2013 so wenig Verkehrstote in Österreich wie nie

Jeden Tag 105 Unfälle mit 132 Verletzten. 15- und 16-jährige sind besonders gefährdet.

30.04.2014 APA

Weniger Verkehrsunfälle, Verletzte und Getötete: Der Straßenverkehr hat im Vorjahr knapp neun Todesopfer pro Woche gefordert, insgesamt starben 455 Menschen. Das ist die geringste Zahl seit Einführung der Unfallstatistik im Jahr 1961, gegenüber 2012 bedeutet dies laut Statistik Austria einen Rückgang um 76 Tote bzw. 14 Prozent.

Jeden Tag 105 Unfälle

Statistisch gesehen passierten jeden Tag rund 105 Unfälle mit 132 Verletzten. Insgesamt wurden 2013 bei 38.502 Unfällen 48.044 Personen verletzt. Auch hier zeichnete sich in beiden Fällen ein Rückgang von sechs Prozent gegenüber 2012 ab. Zurückzuführen sind die geringeren Unfallzahlen unter anderem auf den langen und kalten Winter, Schlechtwetter in der ersten Junihälfte sowie einen trüben und regenreichen November, wodurch das Verkehrsaufkommen dadurch geringer war.

Hoch gefährdet sind Jugendliche und junge Erwachsene

Ein erhöhtest Risiko, im Straßenverkehr zu verunglücken, haben jedoch Jugendliche und junge Erwachsene. Am gefährdeten sind 15- und 16-Jährige. 2013 verunglückten trotz eines zehnprozentigen Rückgangs fast 3.600 junge Menschen in diesem Alter. Seit 2006 gab es – mit einer einzigen Ausnahme im Jahr 2012 – pro Jahr in keiner anderen Altersstufe mehr Verunglückte als bei den 15- und 16-Jährigen. Damit stellt diese Gruppe sieben Prozent aller Verunglückten, obwohl sie lediglich zwei Prozent der Bevölkerung ausmacht.

Drei Viertel der Verunglückten 15- und 16-Jährigen war als Lenker oder Mitfahrer eines Mopeds im Straßenverkehr unterwegs. Konkret verletzten sich 2013 insgesamt 2.722 Mopedlenker und Mitfahrer (Rückgang von 13 Prozent) im Alter von 15 bzw. 16 Jahren bei Unfällen, zudem wurden vier getötet (2012: sechs). Fast zwei Drittel waren Burschen, 38 Prozent Mädchen. Jeder siebente Verunglückte erlitt schwere Verletzungen.

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Zunahme bei den Bikerunfällen

Eine Zunahme gab es im Vorjahr bei verletzten und getöteten Motorradfahrern. Insgesamt starben 87 Biker, 2012 waren es 68 gewesen, was einen Anstieg um 28 Prozent bedeutet. Um sechs Prozent auf 3.975 gestiegen ist die Zahl der verletzten Motorradfahrer. Die verunglückten Biker waren im Alter von 45 bis 52 Jahren. Zwischen dem Beginn der Saison im April und September starben zwischen zehn und 17 Menschen pro Monat.

Stagnierend: Getötete Fußgänger und Radfahrer

Konstant blieb im Vorjahr die Zahl der getöteten Fußgänger und Radfahrer. So starben 82 Fußgänger (2012: 81). Gleichbleibend die Opferzahl auch bei den Radfahrern mit 51 Toten (2012: 52). Weitgehend unverändert blieb auch die Gesamtzahl der verletzten Kinder mit 2.941. Getötet wurden zehn Kinder bis zum 14. Lebensjahr, 2012 waren es acht.

Einen deutlichen Rückgang um fast ein Drittel gab es bei in Pkw getöteten Personen – von 279 auf 193. Erfreulich war im Vorjahr auch die Abnahme der Alkoholunfälle. Bei insgesamt 2.350 war Alkohol im Spiel, um zwölf Prozent weniger als 2012. Bei Unfällen mit Betrunkenen wurden 3.065 Menschen verletzt und 39 getötet.

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  • Ravenbird

    Dafür haben wir 2014 die höchste Unfallrate seit Beginn der Aufzeichnungen – bis jetzt.
    Meines Erachtens reiner Zufall und hat nichts mit irgend welchen Verbesserungen oder Verschlechterungen zu tun, sondern mit der Fahrweise der Menschen. Ich wundere mich immer wieder, wieso manche Fahrer(innen) noch leben, wenn man ihnen zusieht, wie sie ohne Sicht überholen, bei Nachrang ohne zu schauen über Kreuzungen donnern, bei 100 km/h eine Autolänge Abstand halten, bei schlechter Sicht ungebremst weiter rasen usw. usf.
    „Wir wollen selbst in den Tod lenken“, sagen über 80 Prozent der Europäer in einer Umfrage der Autohersteller mit dem Inhalt über selbstlenkende und entscheidende Autos.
    Wahnsinn…:-(

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