Erneut brannte ein Tesla, diesmal im mexikanischen Merida. Der Unfall-Lenker habe aber schon ein neues Model S bestellt, so Tesla.
Erneut brannte ein Tesla, diesmal im mexikanischen Merida. Der Unfall-Lenker habe aber schon ein neues Model S bestellt, so Tesla.
 

Noch ein Tesla S ausgebrannt: Aktienkurs fiel erneut

Anfang Oktober hatte ein Tesla S Feuer gefangen, nun ging erneut eines der „sichersten Autos der Welt“ in Flammen auf. Verletzt wurde niemand, doch Teslas Ruf (und Aktienkurse) leiden unter den Vorfällen.

01.11.2013 APA

Nachdem bereits Anfang Oktober ein Video eines brennenden Tesla S aufgetaucht war (samt anschließendem beschwichtigenden Statement von Elon Musk), wurde nun ein zweiter Brand-Unfall bekannt.

Zweiter Tesla S Brand in Mexiko

Am 18. Oktober verlor ein Fahrer in Merida (Mexiko), der mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen war, die Kontrolle über seinen Tesla S, der in weiterer Folge Feuer fing. Laut einer Tesla-Sprecherin sei das Fahrzeug erst durch eine Betonmauer und danach gegen einen Baum gekracht.

Rufschädigung trotz Bestnoten im Crashtest

Ende August hatte das Tesla Model S beim amerikanischen NHTSA-Crashtest die Bestwertung von fünf Sternen erhalten und mit seiner scheinbaren Unzerstörbarkeit das Testequipment auf eine harte Probe gestellt. Die Panzerung der Akkus ist aber offenbar anfälliger als erwartet, wie die beiden Unfälle zeigen. Zumindest am ersten träfe Tesla laut NHTSA aber keine Schuld: Das Feuer sei nicht auf Grund eines Verstoßes gegen die US-Sicherheitsvorschriften ausgebrochen. Verletzt wurde bei beiden Unfällen niemand, trotzdem leidet der Ruf des Herstellers stark: Die Tesla-Aktien fielen erneut um vier Prozent. Bereits der erste Unfall hatte sich negativ auf den Aktienkurs des Unternehmens ausgewirkt.

Video: Noch ein Tesla Model S brennt

 

Update: Drittes Tesla Feuer

Anfang November tauchen Fotos von einem 3. Tesla Model S Brand auf

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  • Chris

    Über 170.000 Autos brennen pro Jahr in den USA, dh. fast 500 pro Tag (wobei viele von ihnen spontan)!

    Warum ist es so geil, einen ganz bestimmten dieser vielen brennenden Wagen zu zeigen?

    Schon mal gefragt, wem man damit schadet und wem man damit dient?

    Leider spiegelt dieser Artikel nicht die Relation des Tesla-Brandes zur großen Zahl anderen Autobrände wieder, sondern verbreitet nur tendenziöse, unkritische Meldungen. Hätte mir erwartet, daß die Autorevue es schafft, den Kontext diese Brandes in Bezug zu anderen Fahrzeugbrände zu beleuchten, damit der Artikel nicht zum Komplizen div. Interessengruppen (Öl-Lobby, div. Autofirmen ohne Elektrifizierungspotential…) wird.

  • Olli

    So ein Skandal aber auch! Wie wenn ein Auto mit Verbrennungsmotor nach so einem Unfall nicht Feuer fangen könnte …

    • Marcus

      Das kann mit einem Auto mit anderem Antrieb grundsätzlich auch passieren. Der Punkt ist aber, dass Tesla behauptet, dem Rest der Welt so grundsätzlich voraus zu sein. Wenn sie den Eindruck vermitteln wollen, dass ihr E-Auto grundsätzlich nicht brennen kann, dann vermitteln diese Bilder, dass sie lügen. Im Übrigen sind die 17 kWh/100 km, die der Tesla laut US-Angabe braucht, nur bei sommerlichen Außentemperaturen und 55 mph (88 km/h) zu erreichen.
      Ein Kraftwerk erreicht etwa 49 – 51 % Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung. Im Stromnetz versickern 15% (aus den 50 % werden also 42,5%). Das Ladegerät des Tesla vernichtet wieder 15% (!!) – somit bleiben 42,5%*0,85 = 36,1%. Lästig auch, dass der Tesla selbst nach dem Software-Update jeden Tag (auch im Stillstand) mindestens 2 kWh verbraucht.
      Unterm Strich hat der Tesla Model S einen wahnsinnig hohen Preis (diesen Superlativ muss ich ihm lassen), verbrennt aber im Kraftwerk mehr Treibstoff, als z.B. ein ebenfalls sauberer Hybrid. Warum? Weil der „Model S“ mit 2,1t einfach ein Konzept-Problem hat.

  • Heinz Renner

    Interessant ist, dass sich scheinbar Menschen in rollenden BenzinTanks sicher fühlen. Wäre doch mal interessant richtige Statistiken über Fahrzeugbrände zu sehen..

  • Christian Hansen

    Nichts ist härter als die Wirklichkeit: Das ist das Los des Vorreiters, dass er einfach für Vieles Versuchskaninchen ist und mit seinem Mut im Fokus steht – und des Kleinanbieters (wenn auch mit Daimler in den Kulissen), der die Medien nicht in den Griff kriegen kann. Denn wenn ein Fahrzeug (offenbar) derartig kaltverformt wird, dann brennt wohl auch ein Benziner. Freue mich auch schon auf die nächste ‚große Geschichte‘, wenn wieder mal ein Reisebus ohne Impact – einfach so – Feuer fängt, schaunmermal, ob dann auch die Aktien von Iveco etc. fallen …

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