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Mehr Luxus geht nicht und dennoch enttäuscht der Verkaufspreis

Der 1958 Chevrolet Bel Air Impala ist ein ganz besonderes Fahrzeug, mehr konnte man damals bei Chevi für sein Geld nicht bekommen, ein echtes Luxusschiff.

03.05.2016 radical mag

Manchmal entscheiden wird uns auch ganz einfach nach optischen Gesichtspunkten, finden ein Automobil: schön. Oder schräg. Oder speziell. Dies gilt alles sicher für das 58er Chevrolet Bel Air Impala Sport Coupé (Übrigens, als SS 409 war der Impala sowohl erfolgreich auf der Rennstrecke als auch beliebt bei den Beach Boys). Es gefällt uns einfach. Aber dazu kommt halt auch noch, dass der Jahrgang 1958 bei diesem Fahrzeug schon etwas ganz besonderes war.

1958-Chevrolet-Bel-Air-Impala-Sport-Coupe (13)
© Bild: RM Sotheby's

Dieser Chevrolet Bel Air Impala ist ein ganz besonderes Fahrzeug

Damals waren die Impala «nur» eine Ausstattungslinie der Bel Air, das Beste, was es für Geld zu kaufen gab bei Chevrolet; heute ist das ja anders, die Impala gibt es immer noch, die Bel Air schon eine Ewigkeit nicht mehr. 1958 führte Chevrolet zudem zum ersten Mal den legendären «big block» ein, 348 ci, also 5,7 Liter Hubraum, in dieser ersten Version wohl rund 280 PS und ein maximales Drehmoment von 480 Nm. Das reichte schon damals für mehr als 180 km/h, den Sprint auf 100 km/h schaffte der Chevrolet in weniger als neun Sekunden. Und einfach mal noch so: der Wagen ist als zweitüriges Sport Coupé beachtliche 5,31 Meter lang (Radstand: 2,98 Meter) – und wiegt trotzdem nur 1.569 Kilo. Es gab den Impala auch noch als Cabrio.

1958-Chevrolet-Bel-Air-Impala-Sport-Coupe (7)
© Bild: RM Sotheby's

Der Preis ist eigentlich enttäuschend

Dieses Exemplar hier ist zudem mit allem ausgestattet, was damals gegen Aufpreis zu haben war, R704-Automatik, Servolenkung, Servo-Bremsen, elektrische Fensterheber, elektrisch verstellbarer Fahrersitz, Radio, Klimaanlage – und das Continental-Kit. Ob das Innenleben ab Werk schon so gut aussah, das darf bezweifelt werden – aber diese Kombinationen gab es tatsächlich. RM Sotheby hat genau dieses gute Stück, das wir hier zeigen, im Frühling versteigert – und erzielte dafür eigentlich enttäuschende 85.250 Dollar. Was aber daran liegen dürfte, dass nicht ganz alles original ist, sondern ein wenig den Bedürfnissen der heutigen Zeit angepasst.

  • Freddy Dangl

    „Damals waren die Impala «nur» eine Ausstattungslinie der Bel Air, das Beste, was es für Geld zu kaufen gab bei Chevrolet“ -> Super Deutsch für ein (zumindest als Print) Qualitätsprodukt, gratuliere !!!

    PS: Tolles Auto!

    • Clemens Chadwick

      Was sich der Hofstädter alles erlaubt ….! Jetzt wird dieser Jargon scheinbar wirklich salonfähig! Weit hamma’s bracht!

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