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Ihr wusstet nicht, dass es diesen Alfa gibt

Wer bitte kennt schon den Alfa Romeo „Matta“? Und wer weiß, weshalb er so heißt? Wir klären euch auf.

07.09.2016 radical mag

Erst kürzlich haben wir einen Wagen vorgestellt, der nicht so wirklich das ist, was man sich unter einem Alfa Romeo vorstellt, den so wunderbaren Autotutto. Und jetzt haben wir wieder einen Alfa gefunden, von dem wir gar nicht wussten, dass es den einmal gab: den Alfa Romeo «Matta».

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© Bild: RM Sotheby's

Eine kleine Drehorgel für einen großen Geländewagen

Nach dem 2. Weltkrieg gab es zwar noch jede Menge Willy’s Jeep in Italien, doch das Verteidigungsministerium wollte trotzdem seinen eigenen Geländewagen haben. Der Auftrag wurde ausgeschrieben – und Alfa nahm die Herausforderung an. Giuseppe Busso (immer wieder er…) beschaffte sich einen Land Rover, den man dem Jeep als überlegen erachtete, und baute ihm einen 65 PS starken 1,9-Liter-Alfa-Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen ein; ob das wirklich passte, eine kleine Drehorgel in einem Geländewagen, der doch eher Drehmoment aus dem Keller braucht, wissen wir auch nicht. Dann noch ein paar Änderungen am Design, und alles war gut im April 1951.

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© Bild: RM Sotheby's

Wie der Alfa Romeo Matta zu seinem Beinamen kam

Doch der Verantwortliche der Armee, Colonel Garbani, war nicht zufrieden. Also verpasste man dem Alfa eine neue Einzelradaufhängung vorne, eine neue Starrachse hinten, Trommelbremsen rundum – und ein komplett neues Design. Am 5. Oktober 1951 war der Colonel dann zufrieden – doch der Großauftrag wurde trotzdem an Fiat mit seinem Campagnola vergeben. Den Namen «Matta», der Verrückte, erhielt der Alfa Romeo, der nur gerade 1.250 Kilo wog und als AR51 bezeichnet wurde, vom damaligen Alfa-Chef Antonio Alessio, als er zum ersten Mal sah, was der Ding im Gelände konnte.

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© Bild: RM Sotheby's

Und dann gewinnt der auch noch die Mille Miglia

Zwischen 1952 und 1954 wurden insgesamt 2.050 Stück des «Matta» gebaut, 2.000 für die Armee und 50 für den zivilen Gebrauch. Einer dieser Alfa gewann übrigens auch die Mille Miglia im Jahr 1952 – in der Kategorie der «Militär-Fahrzeuge». Mit 42 Minuten Vorsprung auf einen Fiat Campagnola. Das hier gezeigte Fahrzeug wird am 7. September von RM Sotheby’s in London versteigert, einen Schätzpreis gibt es bislang nicht.

Vielen Dank für diesen Beitrag an die Kollegen von radical-mag.com

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