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Beinahe um eine bescheidene Summe versteigert

1947 war es, da erschien der Buick Roadmaster Estate Wagon, also das Topmodell der US-amerikanischen Automarke als Kombinationskraftwagen.

06.09.2016 radical mag

Es war noch im 2. Weltkrieg, als eine reiche Kalifornierin an die Chefetage von Buick gelangte. Es war ihr der Bedarf nach einem anständigen Kombi, denn sie brauchte einfach mehr Platz für ihre Einkäufe. Und die Golfsäcke. Und all die Picknick-Körbe, welche eine Dame von Welt halt so dabei hat, wenn sie mit ihren Freundinnen oder der Familie ins Grüne fährt. Der Wunsch der Dame war Buick Befehl, es wurden noch Mitte der 40er-Jahre Kombis ins Programm aufgenommen. Ob die Dame dann auch wirklich einen dieser Estate Wagon kaufte, ist nicht bekannt, wahrscheinlich eher nicht, denn diese Kombinationskraftwagen gab es anfangs nur für die günstigeren Buick-Modelle.

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© Bild: RM Sotheby's

Ein kleines Vermögen

Ab 1947 wurde dann auch das damalige Top-Modell von Buick, der großartige Roadmaster mit seinem Reihen-Achtzylinder und etwa 150 PS, als Kombi angeboten. Wobei, es waren mehr Einzelanfertigungen, nur gerade 300 Exemplare des Estate Wagon entstanden im ersten Jahr beim «Woodie»-Spezialisten Hercules – von denen heute nur noch vier existieren sollen. Er kostete damals satte 3.249 Dollar, ein kleines Vermögen, er war damit der mit Abstand teuerste Buick den man sich zulegen konnte. Was sicher dem Geschmack oben erwähnter Dame entsprochen hätte. Weil so ein Roadmaster gemäß Beschreibung von Buick ja «the Master of the Road – in Performance, Style, and Beauty» war.

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© Bild: RM Sotheby's

Versteigert in Motor City

Dieser Buick Roadmaster Estate Wagon von 1947 wurde am 30. Juli von RM Sotheby’s für doch bescheidene 60.500 Dollar versteigert; ansonsten gilt es zu vermelden, dass solche US-Kombis zwar nur langsam, aber beständig teurer werden. Nein, auf Ferrari-Niveau kommen sie nie; zum Glück. Dafür kann mit ihnen weiterhin äußerst gepflegt zum Picknick gefahren werden.

Vielen Dank für diesen Beitrag an die Kollegen von radical-mag.com

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