Autorevue Magazin-Archiv: Ausgabe 09/2010

Ausgabe der Autorevue vom September 2010 mit Cover, Editorial & Impressum

08.04.2013 Autorevue Online-Redaktion

Liebe Leserin,
lieber Leser,

 

der Sommer 1970 war eine unglaubliche Zeit. Nach einer jahrelangen Durststrecke hatte Jochen Rindt endlich
das Siegen gelernt, gewann einen GP nach dem anderen. Es schien, als würde all das Pech der letzten Jahre aus­geglichen, das Ausnahmetalent stieg zur Lichtgestalt der Formel 1 auf. Österreich wurde in wenigen Monaten in einem Ausmaß motorsport-narrisch, wie es heute kaum mehr vorstellbar ist, Jochen DER Nationalheld, und zwar ein lässiger, sympathischer, volksnaher.

Dann dieser katastrophale 5. September. Nach Monza schien der heimische Motorsport in ein tiefes Loch zu stürzen. Aber Rindt hatte es in nur acht Jahren geschafft, die Rennszene in eine blühende Landschaft zu verwandeln, vielleicht sein größter Verdienst für Land & Fans.

Zum vierzigsten Todestag wie gewohnt ein Jubiläumsteil, der aber versucht, ein bisschen aus dem gewohnten Muster zu fallen. Die Storys der Zeitzeugen haben wir schon mehrmals wiederholt, die besten davon können Sie auf www.autorevue.at nachlesen. Diesmal haben wir tief in unterschiedlichen Archiven gegraben, versucht einen Blickwinkel jenseits der Hofberichterstattung zu finden. „Wer war Jochen Rindt?“ ab Seite 78.

Ein Stück weiter im Heft finden Sie den Geburtstagsgruß an eine weitere, ganz entscheidende Rennsport-­Persönlichkeit jener Jahre: Martin Pfundner wurde ­achtzig. Er war Rennleiter des ersten Flugplatzrennens auf dem Kontinent (Aspern 1957), brachte die Formel 1 nach Österreich, später wurde er sogar Vizepräsident der Internationalen Sportkommission. Klar, dass so ein Mann genau der Richtige war, um Gründungsherausgeber der Autorevue zu werden. Lesen Sie bitte David Staretz’ Story „Ein Gentleman und Glockengießer“ ab Seite 100.

Herzlichst
Christian Kornherr

PS: Nach zehn Jahren in der Ferdinandstraße übersiedelt die Redaktion, und da wir nicht alles mitschleppen ­können/wollen, haben wir beschlossen, einen Flohmarkt für Fans zu veranstalten. Treffpunkt ist am 3. September zwischen 11.00 und 19.00 Uhr. Ferdinandstraße 4, 1020 Wien, fünfter Stock. Der Gabentisch ist reichlich gedeckt: Kalender, Modelle, Bücher, alte Zeitschriften. Spenden für wohltätige Zwecke nehmen wir gerne entgegen.

Focus RS500

 

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