Autorevue Magazin-Archiv: Ausgabe 11/1966

Ausgabe der Autorevue vom November 1966 mit Cover, Editorial & Impressum

07.04.2013 Autorevue Online-Redaktion

Es gab vor ihm schon vier andere Weltmeister – und nach ihm auch

 

Und als er zum ersten Male die höchsten Ehren im Automobilsport errang, da meinten viele, der Weltmeister könne eigentlich nicht autofahren. Seit dieser seiner ersten Weltmeisterschaft sind sieben Jahre vergangen und heuer überraschte er uns, die wir ihn für längst passé hielten, mit einem zweiten Frühling. Der sich bald zu einem der fruchtbarsten Sommer entwickelte, den man sich im Automobilsport überhaupt vorstellen kann.

Jack Brabham wurde zum dritten Male Weltmeister –  und heuer gibt es kaum noch einen Kritiker, der ihm das Fahrkönnen absprechen wollte. Obwohl vielleicht der eine oder andere meint, es gäbe doch noch zwei oder drei Fahrer, die schneller wären als der Australier.

Doch das steht hier nicht zur Debatte. Seinen festen Platz in der Historie des Rennsports hat Jack Brabham nun sicher, denn seine Erfolge und deren Bedeutung gehen jetzt bereits weit über den Gewinn von ein- zwei oder drei Weltmeistertiteln hinaus.

Denn später wird man sich daran erinnern, daß er der Fahrer war, welcher dem Heckmotorwagen im Grand Prix-Sport zum Durchbruch verhalf. Und daß er der erste Fahrer überhaupt war, der die Weltmeisterschaft auf einem Fahrzeug eigener Konstruktion und eigenen Namens gewann. Schließlich aber, daß er in dieser denkwürdigen Saison 1966 mit gesundem Menschenverstand und mit echter Ingenieur-Vernunft ein technisch bescheidenes Auto baute, welches alle die Konstrukteure etwas lächerlich erscheinen ließ, die ihre konstruktiven Inspirationen aus dem Wolkenkuckucksheim bezogen und mit überanspruchsvollen Konzepten Schiffbruch erlitten.

Grand Prix-Fahrer, Konstrukteur, Unternehmer, Flieger – das ist wohl ein umfangreiches Arbeitspensum für einen Menschen. Doch damit nicht genug. Jack Brabham dominierte noch dazu in der Formel 2, wo seine Brabham-Hondas mit Jack oder Denny Hulme am Volant heuer nur ein einziges Rennen verloren – und das gegen Jochen Rindt auf … einem Brabham.

Wenn ein Mann, aus bescheidenen Verhältnissen zu diesen Höhen aufsteigend, dies auch noch menschlich voll und ganz verkraftet, überhaupt keine Starallüren zeigt, dann ist das Titelblatt wohl das mindeste, was man ihm widmen kann, meint

 

Ihre AUTOREVUE

 

 

INHALTSVERZEICHNIS Heft 11/1966

 

Sportresultate (Seite 2)

Leserbriefe (Seite 6)

Buchbesprechungen (Seite 8)

Neue Modelle: Ford Cortina (Seite 11)

Neue Modelle: Jaguar (Seite 13)

AUTOREVUE-Prüfung: MGB/GT (Seite 16)

Veteranen Rallye Baden-Wien (Seite 20)

Londoner Salon (Seite 22)

Pariser Salon (Seite 24)

Rallye de 1000 Minuten (Seite 31)

Rallye München-Wien-Budapest (Seite 32)

Großer Preis der USA (Seite 34)

Flugplatzrennen

Tulln-Innsbruck-Aspern (Seite 39)

Aus Handel und Industrie (Seite 49)

Speedpilot (Seite 52)

Automobilbörse (Seite 53)

Neuwagenpreise (Seite 54)

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