Autorevue Magazin-Archiv: Ausgabe 03/1991

Ausgabe der Autorevue vom März 1991 mit Cover, Editorial & Impressum

08.04.2013 Autorevue Online-Redaktion

Lieber Leser, liebe Leserin,

„Was bleibt, ist die Liebe“, war der einzig mögliche Titel für jene Story, die wir voller Begeisterung auf vielen Seiten vor Ihnen ausbreiten. Die Idee, die Ferrari-Hysterie und –Spekulation auf den Kontrapunkt zu bringen, hatten wir schon am Höhepunkt der Verrücktheit, als die wahren Sammler und stillen Liebhaber besonders scheu und zurückgezogen lebten. Als Journalist mußte man erst einige Tests an Beharrlichkeit, Frankheit und Sachverstand ablegen, bevor man von einem echten Ferrari-Menschen in die Nähe gelassen wurde.

Helmut Deimel und Reinhard Klein hatten den nötigen langen Atem, die Liebe zur Sache sowieso. Nun das Ergebnis: Lesen Sie die Geschichte von der italienischen Familie, die einen F-40 einmauerte und sich in seinem Zimmer zu hohen Festen versammelt, hören Sie von jenem Mulit-Millionen-p4, der der britischen Sozialhilfe dient, und sehen Sie die private Rennstrecke des Herrn Bardinon, der Leute wie Gerhard Berger einlädt, um seine Sammlung durchzuputzen. Ferrari, ab Seite 38.

Wenn sich Autor und Fotograf zu lang in der Nähe von infizierten Personen aufhalten, geraten sie naturgemäß selbst in höchste Gefahr. Reinhard Klein hat schon einen Ferrari, Deimel braucht noch einen.

Das Leben, indes, hat auch andere Automobile für uns vorbereitet. In Österreich gibt es mehr als vierzig Marken mit runder tausend verschiedenen Modellen. Dies läßt sich recht übersichtlich in etwa hunderttausend Zahlen verdeutliche, die, wie in jeder März-Nummer, den Katalogteil der Autorevue ausmachen. Die neuen Verantwortlichen für diesen Amazonas an Datenflut sind Markus Honsig und Dieter Platzer. Wie all ihre Vorgänger haben sie das Gelübde der endgültigen Fehlerlosigkeit abgelegt, und die Autorevue hält die wette für sie.

Sollte trotzdem jemand eine krumme Zahl finden, ist er/sie sehr freundlich zur Meldung eingeladen (per Kärtchen oder telefonisch 0222/55 16 21, Durchwahl 1280), und die sieben Schnellsten werden ach liebem Brauch mit einem Buchpräsent bedacht. Wir wollen uns um besonders geschmackvolle und daher individuell ausgesuchte Bücher bemühen, – falls sich die Lage dazu ergeben sollte. Ich kann’s mir kaum vorstellen. Unsere Reproanstalt mag zwar Anfang und Ende eines Wanderbriefs vertauschen (es ist keinem Menschen aufgefallen, Phil, womit ja eine Menge gesagt ist!), aber daß wir irgendwo den falschen Schilling oder einen unkorrekten Kubikzentimeter anführen, kann sich keiner denken, der uns kennt.

 

Herzlichst, Ihr

Herbert Völker

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