Autorevue - Cover der Ausgabe 1992 06
 

Autorevue Magazin-Archiv: Ausgabe 06/1992

Ausgabe der Autorevue vom Juni 1992 mit Cover, Editorial & Impressum

08.04.2013 Autorevue Online-Redaktion

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Begriff „Super“ will von Zeit zu Zeit neu definiert werden. Wenn wir einen „Supertest“ ausrufen, kann das heute nicht das gleiche bedeuten wie vor, sagen wir, fünf Jahren.

Die Grundlinie, das Gefühlsleben, bleibt natürlich gleich, da braucht man nicht herumzureden: Ferrari ist Ferrari, Maserati ist Maserati, Bentley ist Bentley, und wenn du sie so bewegst, wie sei bewegt werden sollen, ist eis ein schauriges, unvergleichliches Vergnügen. Da muß man auch keine Entschuldigungen suchen: Das ist halt so.

Indes: Das Auseinanderklaffen von sagenhaften Möglichkeiten (Qualität, Leistung, Fahrverhalten der Autos wie noch nie) und realen Bedingungen (die Straßen wie sie eben sind, Banalisierung alles Außergewöhnlichen, schlechtes Gewissen für die Umwelt), dieses Loch dazwischen ist extrem wie nie zuvor. Wer das nicht vorher im Hirn gepackt und sich seinen persönlichen Zugang geschaffen hat, braucht gar nicht erst einem Shamal an die lederne Manschette zu greifen.

Wir haben’s ernsthaft probiert und hoffen, es Ihnen vermitteln zu können: Ein Salut dem Raren, dem Schönen, dem Außergewöhnlichen, dem Unverwechselbaren.

Wichtigstes äußeres Signal in den Rahmenbedingungen: Wir haben auf die übliche Rennstrecke verzichtet, sind stattdessen hinausgezogen ins wirkliche Leben, und das in vier Ländern. Wir haben uns sogar einen Blechschaden in der italienischen Morgen-Rush-Hour zugezogen, soviel zur Echtheit der Aktion.

„Ein Fest für Träumer“: Das Team der Autorevue plus – erster Auftritt, große Freude – Karl Wendlinger, neun kostbare Autos, ab Seite 52.

In den diversen Marktbeobachtungen der Presseerzeugnisse spielt neben den fachlich-strengen Media-Analysen auch die breit angelegte Österreichische Verbraucher-Analyse (ÖVA) mit. Sie sagt, wieviele Menschen ein Produkt nützen, und im Fall von Zeitschriften hoffen wir sehr, daß damit die Nutzung durch Lesen gemein ist. Jedenfalls: Die neue ÖVA ist da, und auch aus diesem Blickwinkel der Markterhebung hat die Autorevue den Vorsprung vor allen anderen käuflichen österreichischen Magazinen (profil, trend, Wiener, Basta usw.) weiter ausgebaut. Zuwachs gegenüber der Erhebung von 1990: Vierzehn Prozent. Ich sage das ungern, aber die Realität läßt einen ja nicht dran vorbei: An der Spitze ist die Autorevue.

 

Herzlichst, Ihr

Herbert Völker

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