Autorevue-Magazin-Portfolio-2013-07-23
 

Autorevue Magazin-Archiv: Ausgabe 07/2013

Ausgabe der Autorevue vom Juli 2013 mit Cover, Editorial & Impressum

23.06.2013 Autorevue Online-Redaktion

Liebe Leserin, Lieber Leser,

unsere Coverstory ist diesmal je nach Standpunkt ein Thema oder auch ein Nicht-Thema. Auslöser für die mediale Aufregung in Sachen Sprit-Verbrauch war eine Studie, die auf keineswegs nachvollziehbar-wissenschaftliche Weise (man bediente sich der Einträge auf zwei Internetseiten) bestätigte, was ohnehin jeder Autofahrer nach dem Tanken ahnt. Die Spritrechnung entspricht nie dem Prospektversprechen. Das ist nicht gut, weil es doch ein wenig die Vertrauensbasis zu ­einem Hersteller schwächt, dem man vielleicht gerade mehrere zehntausend Euro überwiesen hat. Andererseits ist es aber auch ein Nicht-Thema, weil einem die Tatsache bei jedem Tanken aufs Neue gewahr wird.

Wir haben uns trotzdem entschlossen, eine Cover­geschichte daraus zu machen, weil selbst die seriösesten Medien wie Spiegel online, ORF und etliche Tages­zeitungen wieder einmal die Gelegenheit nutzten, um jede Menge polemischen Quatsch in diese ernste Sache reinzuinterpretieren. Kurz, uns war danach, ein wenig Sachlichkeit und auch Wahrheit in die Diskussion einzubringen.

Rudolf Skarics, unser Oberdurchblicker in Technikfragen, zerlegte das Thema mit chirurgischer Präzi­sion, ab Seite 16 beleuchtet er zuerst in Kommentarform die politischen und gesellschaftlichen Aspekte, entstanden durch die pseudo-ökologische und steuerbegehrliche Treibjagd aufs Auto. Denn die Trickserei der Hersteller hilft natürlich auch uns Autofahrern, weil alle Steuern auf Kauf und Besitz auch abhängig vom Normverbrauch sind.

Den harten Kern der Story bildet eine Vergleichsliste der wichtigsten Modelle, die der deutsche ADAC nach einer ebenfalls genormten Testrunde erstellt (diese Werte bilden auch die Basis für die Prozentzahlen am Cover). Und schließlich haben wir noch unseren eigenen Test samt Systemvergleich der Motor­typen durchgeführt, der zu einem noch schlimmeren Ergebnis kam. Andererseits: Abseits aller theoretischen Prüfstandspielchen sinkt auch der Alltagsverbrauch drastisch, die Hersteller machen also durchaus einen guten Job. Wie schon gesagt, das Thema ist sehr vielschichtig und kompliziert, aber am Ende der Story sollten Sie um einiges informierter sein.

Nach so viel Ernst möchte ich auch noch auf ein paar Leckerbissen im traditionellen Autorevue-Sinne hinweisen: Zum Beispiel schwingt sich Waldecks Wanderbrief wieder einmal in lichte Höhen, lesen Sie aber auch Wolfgang Hofbauers Storys über den McLaren Spider und Horacio Pagani (ja, diesmal wirklich!) und den Rest des Heftes sowieso. Mein sprachliches Lieblings-Kleinod diesmal: „Der 1,4-Liter-Vierzylinder ist so unauffällig, dass selbst der Fiat 500 L wenig von ihm bemerkt.“ © Martin Strubreiter

Herzlichst
Christian Kornherr

 

INHALTSVERZEICHNIS

Neu

10  Modelle, Trends, Technik
Alle Neuigkeiten im Juli.
26  McLaren 12C Spider
30  Lexus IS
32  Jeep Grand Cherokee
34  Audi A3 Limousine
36  Citroën C4 Picasso
38  Suzuki SX4

Test

46  BMW 320d Gran Turismo
48  Renault Captur dCi 90
49  VW Golf R Cabrio
50  Volvo V40 Cross Country T4
52  Fiat 500L 1,4 95
53  BMW 328i xDrive
53  Mini JCW Countryman
53  Opel Zafira Tourer
53  Toyota Auris 1,4 D-4D
54  Jaguar F-Type 3,0 V6 S Supercharged
58  Porsche Cayman
62  Abarth 695 Tributo Ferrari
64  Citroën DS5 HDi 165
Dauertest-Abschlussbericht

Coverstory

16  Der große Verbauchs-Schmäh
Warum zwischen Normverbrauch
und Realität so viel Unterschied liegt.
Plus: Die Guten & die Bösen. Praxistest
der Motorentypen.

Report

40  Wirtschaft, Markt, Menschen
Österreichs Rolle in der Fußgänger- und Fahrzeugsicherheit.
Plug-in-Hybrid von Audi und Porsche.
Otmar Bitsche, E-Antrieb-Entwickler bei Porsche.

Sport

68  National & International
72  Formel 1
Große Preise von Monaco und Kanada:
Sebastian Vettels 29. Sieg.
76  Akropolis-Rallye
Der Chef fehlt, VW gewinnt.
80  Racing Rookie 2013
Die nächsten vier Finalisten
und eine Überraschung.

Feature

86  Leben in Bewegung
Gran Turismo 6: X-Bow auf der Couch.
Generation Drivestyle: Larissa Koller & ihre scharfe Kawa.
Ausflug nach Oggau.
90  Signore Paganis zweiter Streich
Von einer argentinischen Kleinstadt
zum vielleicht besten Sportwagen.

Oldtimer-Spezial

110  50 Jahre Autodelta
Was für ein Test-Fest: Wir fuhren uns
quer durchs Alfa-Renn-Museum.
116  Kaufberatung Puch 500
119  Oldtimermarkt
Auktionsergebnisse: Autos wie Kunstwerke.
120  Ein Mann, ein Jahrhundert
Zum 100. Geburtstag Jean Panhards.
122  Aus dem Tagebuch der Redakteure
Neues Altes aus unserem Fuhrpark.

Standards

6  Waldecks Wanderbrief
11  Meinung
16  Thema
43  Markt
83  Autobörse
97  Alle Autopreise
107  Leserbriefe
108  Vorschau, Tagebuch, Impressum

ALLE AUTOS IN DIESEM HEFT

62    Abarth 695 Tributo Ferrari
34    Audi A3 Limousine
6    Bentley Continental GTC
10    BMW 4er Coupé
46    BMW 320d Gran Turismo
53    BMW 328i xDrive
36    Citroën C4 Picasso
64    Citroën DS5 HDi 165
52    Fiat 500L 1,4 95
18    Ford Focus 1,0 Ecoboost
14    Hyundai iX35
54    Jaguar F-Type 3,0 V6 S Supercharged
32    Jeep Grand Cherokee
18    Kia cee’d 1,4
30    Lexus IS
26    McLaren 12C Spider
53    Mini JCW Countryman
12    Nissan 370 Z Nismo
14    Opel Insignia
53    Opel Zafira Tourer
90    Pagani Huayra
12    Peugeot 308
58    Porsche Cayman
18    Renault Mégane 1,2 TCe 110
48    Renault Captur dCi 90
14    Skoda Octavia RS
38    Suzuki SX4
18    Toyota Auris Hybrid
53    Toyota Auris 1,4 D-4D
50    Volvo V40 Cross Country T4
14    VW Golf GTD
18    VW Golf 1,6 TDI
49    VW Golf R Cabrio

Mehr zum Thema
  • Olli

    Ich verstehe die Aufregung um den „Verbrauchs-schmäh“ net wirklich…
    Einmal ist der Umstand dieser Märchen-angaben schon seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten bekannt. Sollte den Endkunden also nicht wirklich überraschen (so er ein bisschen Erfahrung hat).
    Zum Anderen profitieren wir Endkunden unterm Strich finanziell von diesen „geschönten Angaben“ …

    Wie wäre es mit einer Umfrage, wer bereit ist, aufgrund von realen Verbrauchsangaben für sein Auto mehr zu bezahlen (höherer Anschaffungspreis und höhere Steuern)?!

    Das Einzige, was stört, dass diese Angaben zwischen 0 und 50% schwanken, womit man untereinander nicht vergleichen kann – allerhöchsten innerhalb der gleichen Automarke (weil ich doch annehmen, dass hier wenigstens alle Fahrzeuge nach den gleichen Testkriterien bewertet werden). Daher ist es gut, dass diese Diskrepanz aufgezeigt wird. Ich hoffe, dass bei Autotests als weiteres Kriterium der Verbrauch ermittelt und angegeben wird. Die Beschleunigung von 0-100 ist nett, aber eigentlich eher selten Praxis-relevant, was das Fahrzeug aber real verbraucht schon!

  • Herwig

    Ja wir wollen ständig belogen werden.

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