Autorevue Magazin-Archiv: Ausgabe 08/2010

Ausgabe der Autorevue vom August 2010 mit Cover, Editorial & Impressum

08.04.2013 Autorevue Online-Redaktion

Liebe Leserin,
lieber Leser,

 

Haben Sie auch schon einmal das Gefühl gehabt, dass uns irgendwie der Spaß abhandengekommen ist, zumindest auf der Straße? Und das liegt leider nicht nur an den äußeren Umständen, sondern auch an der Modellpolitik der Autohersteller. Wo sind denn heute die sportlichen Minimal-Cabrios von Triumph Spitfire bis Fiat Barchetta? Oder Pfefferdosen wie ein Peugeot 205 GTI oder Honda CRX? Kann sich hier noch jemand an den haarsträubend komischen Suzuki LJ 80 erinnern? Jeder der hier aufgezählten Spaßmacher hatte deutlich unter 150 PS, allesamt lebten sie von ihrem Charakter und der Simplifizierung des Autofahrens – und es war großartig.

Stattdessen wollte man uns in den letzten Jahren ­weismachen, dass Fahrspaß in direkter Abhängigkeit zur PS-Zahl und Ausstattungsfülle steht. So ein Blödsinn. Heute kann man sich in einem 250-PS-Cabrio wirklich sehr gepflegt langweilen, und vielleicht befinden sich deshalb die Verkaufszahlen in den sportlichen Segmenten im beständigen Sinkflug.

Aber wenn ich in die Redaktions-Glaskugel schaue, sehe ich eine Renaissance der kleinen, leistbaren Spaßmacher vor uns. Wir sind wohl nicht die Einzigen, die das bewusste, jenseits von A-nach-B befindliche Autofahren lieben, spüren aber, dass das in den letzten Jahren angesammelte Fett dringend weg muss. Auch die Hersteller haben das Problem inzwischen erkannt, der ­geplante Mittelmotor-Roadster von VW könnte dem Trend in zwei Jahren die Bahn brechen.

Aber bis dahin? Wir haben uns auf die Suche nach den letzten leistbaren Spaßmachern gemacht und sind auf ein paar echte Pretiosen in den Preislisten gestoßen: etwa den Pfeffer eines Twingo Gordini, den rauen Holzfäller-Charme eine Lada Taiga, aber auch die smartphone-hafte Schlauheit eines Honda CR-Z, nicht zu vergessen natürlich der Mazda MX-5, längst ein Fixstern am ­Firmament der gelebten Leichtigkeit. Und um Ordnung in die Sache zu bringen, sind wir das Ganze dann auch noch wissenschaftlich-mathematisch angegangen. Aber lesen Sie bitte mehr ab Seite 52, hoffentlich kommen Sie auf den Geschmack.

Herzlichst
Christian Kornherr

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