Autorevue Magazin-Archiv: Erstausgabe 1/1965

Erstausgabe der Autorevue vom Jänner 1965 mit Cover, Editorial & Impressum

06.04.2013 Autorevue Online-Redaktion

DAS URTEIL SPRECHEN SIE SELBST!

 

Braucht Österreich eine neue Automobil-Fachzeitschrift?

An dieser Frage scheiden sich die Geister. Wir haben uns natürlich mit diesem Problem vor der Entscheidung über die Geburt der AUTOREVUE sehr ausführlich auseinandergesetzt. In zahllosen Gesprächen mit Durchschnitts-Führerscheinbesitzern, Rennfahrern, Technikern, Herrenfahrern und Personen der Automobil-Wirtschaft haben wir versucht, eine Antwort zu erarbeiten. Die Zahl der Skeptiker war groß. Trotzdem haben wir aus den Umfragen eines herausgehört: Der echte Automobilist, dem das Auto nicht bloß ein reines Transportmittel ist, sucht eine Zeitschrift, die für ihn geschrieben wurde. Hier ist in Österreich ein echtes Vakuum, ein noch ungedeckter Bedarf.

Diese Antwort genügte uns, denn wir selbst sind Enthusiasten und das gibt uns eine gehörige Portion Optimismus. Wir glauben nämlich, daß unter den hunderttausenden, die in Österreich einen Führerschein besitzen, Tausende, ja Zehntausende von wahren Automobilisten zu finden sind. Das beweisen die steigenden Verkaufsziffern von Automobiltypen, die ihr Manko an Chromzier und Außenabmessungen „nur“ durch gute Fahreigenschaften wettmachen; das beweisen aber auch die ständig steigenden Zuschauer- und Teilnehmerzahlen im Automobilsport.

So reifen die Pläne für die AUTOREVUE heran, so verdichtete sich das Konzept, so entstand die Linie, die wir verfolgen wollen. Die Zeitschrift soll mit Liebe und Sorgfalt gemacht werden, in der AUTOREVUE sollen erste Fachleute des In- und Auslandes zu Worte kommen. Als Monatszeitschrift kann die AUTOREVUE nicht unerhört aktuell sein, hier ist sie den Tages- und Wochenzeitungen klar unterlegen. Deshalb darf sie nicht nur Informationen bringen, sie muß auch kommentieren: Aus der Distanz zu den Ereignissen, zu den Tagesmeldungen, ergibt sich eine andere, klarere Betrachtungsweise; die Meldung erscheint nicht der Nach-Betrachtung erst in ihrer wahren Größe, im Kommentar erst wird die Bedeutung der verschiedenen Ereignisse klar.

Die Erstlingsnummer der AUTOREVUE kann nur andeuten, wohin wir steuern wollen; einen wirklichen Qualitätsbeweis werden wir im Laufe der nächsten Monate erbringen müssen.

Der Erfolg einer unabhängigen Automobilzeitschrift hängt vor allem davon ab, ob sie mit ihrer Linie „ihren“ Automobilisten anzusprechen vermag und ob sie sich einen Leserkreis verschaffen kann, der sich mit der Redaktion verbunden fühlt.

Wir glauben, hier auf dem richtigen Weg zu sein. Doch das Urteil über Erfolgt und Mißerfolg – dieses Urteil haben Sie zu fällen!

 

 

INHALTSVERZEICHNIS

 

L. Franz: Fahrteindrücke Austin 1800 (Seite 5)

Charles Meisl: Veteranen nach Brighton (Seite 8)

Richard von Frankenberg: Fahrteindrücke Porsche 904 (Seite 10)

Helmut Zwickl: Speedpilot (Seite 16)

Highlights 1964 (Seite 17)

Paul Frère: Moderne Treibstoffe (Seite 20)

Martin Pfundner: Hinter den Kulissen des Motorsports (Seite 24)

Peter Nidetzky: Gamma 64 (Seite 28)

L. Franz: Aus Handel und Industrie (Seite 30)

Internationale und nationale Sportresultate (Seite 32)

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